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Wittgenstein, Ludwig (1889-1951)

Ludwig Wittgenstein war ein ausserordentlich origineller Denker. Sein Einfluss reicht weit über das Denken des 20. Jahrhunderts hinaus.

"Die Arbeit an der Philosophie ist - wie vielfach die Arbeit in der Architektur - eigentlich mehr die Arbeit an Einem selbst. An der eigenen Auffassung. Daran, wie man die Dinge sieht. (Und was man von ihnen verlangt.)" — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1931

"Nichts, was man tut, lässt sich endgülltig verteidigen. Sondern nur in Bezug auf etwas anderes Festgesetztes. D.h., es lässt sich kein Grund angeben, warum man so handeln soll (oder hat handeln sollen), als der sagt, dass dadurch dieser Sachverhalt hervorgerufen werde, den man wieder als Ziel hinnehmen muss." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1931

"Wittgenstein hatte sicher keine architektonische Vorstellung, als er sich selbst mit dem Bauen konfrontierte. Er hatte keine Schulung im Baufach. Es konnte keine Abbildung seiner Architektur vor dem Bauen geben. Die Zuordnung der Räume selbst, deren Gehalt, Elemente und Details, deren Verknüpfung zu einem komplexen Sinn-Zusammenhang musste in der Arbeit und durch die Arbeit gefunden werden." — Bernhard Leitner, Das Haus in Bewegung

"Architecture is the scientific art of making structure express ideas." — Frank Lloyd Wright

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* "How small a thought it takes to fill a whole life!" [...] — L.W.
"Welch ein kleiner Gedanke doch ein ganzes Leben füllen kann!" [...] — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1946

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"Die Weisheit ist etwas Kaltes, und insofern Dummes. (Der Glaube dagegen, eine Leidenschaft.) Man könnte auch sagen: Die Weisheit verhehlt Dir nur das Leben. (Die Weisheit ist wie kalte, graue Asche, die die Glut verdeckt.)" — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1947

"Wenn die Welt der Daten zeitlos ist, wie kann man dann überhaupt über sie reden? Der Strom des Lebens, oder der Strom der Welt , fliesst dahin, und unsere Sätze werden, sozusagen, nur in Augenblicken verifiziert. Unsere Sätze werden nur von der Gegenwart verifiziert. Sie müssen also so gemacht sein, dass sie von ihr verifiziert werden können. Sie müssen das Zeug haben, um von ihr verifiziert werden zu können." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Welch ein kleiner Gedanke doch ein ganzes Leben füllen kann! Wie man doch sein ganzes Leben lang dasselbe kleine Ländchen bereisen kann, und meinen, es gäbe nichts ausser ihm! Man sieht alles in einer merkwürdigen Perspektive (oder Projektion): das Land, was man unaufhörlich bereist, kommt einem ungeheuer gross vor; alle umgebenden Länder sieht man wie schmale Randgebiete. Um in die Tiefe zu steigen, braucht man nicht weit reisen; ja, Du brauchst dazu nicht Deine nächste und gewöhnliche Umgebung verlassen." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1946

"Die Menschen, die immerfort 'warum' fragen, sind wie die Touristen, die im Bädeker lesend, vor einem Gebäude stehen und durch das Lesen der Entstehungsgeschichte etc. etc. daran gehindert werden, das Gebäude zu sehen." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1941

[11.6.16.]
"Was weiss ich über Gott und den Zweck des Lebens?
Ich weiss, dass diese Welt ist.
Dass ich in ihr stehe wie ein Auge in seinem Gesichtsfeld.
Dass etwas an ihr problematisch ist, was wir ihren Sinn nennen.
Dass dieser Sinn nicht ihn ihr liegt, sondern ausser ihr. [Vgl. 6.41]
Dass das Leben die Welt ist. [Vgl. 5.621]
Dass mein Wille die Welt durchdringt.
Dass mein Wille gut oder böse ist.
Dass also Gut und Böse mit dem Sinn der Welt irgendwie zusammenhängt.
Den Sinn des Lebens, d.i. den Sinn der Welt, können wir Gott nennen.
Und das Gleichnis von Gott als einem Vater daran knüpfen.
Das Gebet ist der Gedanke an den Sinn des Lebens.
Ich kann die Geschehnisse der Welt nicht nach meinem Willen lenken, sondern bin vollkommen machtlos.
Nur so kann ich mich unhabhängig von der Welt machen – und sie also doch in gewissem Sinne beherrschen – indem ich auf einen Einfluss auf die Geschehnisse verzichte."
— Ludwig Wittgenstein, Tagebücher 1914-1916, Werkausgabe Band 1, S. 167

[6.7.16.]
"Und insofern hat wohl Dostojewski recht, wenn er sagt, dass der, welcher glücklich ist, den Zweck des Daseins erfüllt. Oder man könnte auch so sagen, der erfüllt der Zweck des Daseins, der keinen Zweck ausser dem Leben mehr braucht. Das heisst nämlich, der befriedigt ist. Die Lösung des Problems des Lebens merkt man am Verschwinden dieses Problems. [S. 6.521.] Kann man aber so leben, dass das leben aufhört, problematisch zu sein? Dass man im Ewigen lebt und nicht in der Zeit?" — Ludwig Wittgenstein, Tagebücher 1914-1916, Werkausgabe Band 1, S. 168

No 5, 1992. Paul Henry and Arild Utaker (eds.): Wittgenstein and Contemporary Theories of Language. [pdf] Preface. Wittgenstein and Contemporary Linguists, Paul Henry. Comments on Henry's Paper, Arild Utaker. Language, Computer Sciences and Tacit Knowledge, Kjell S. Johannessen. A Void in Wittgenstein's Later Philosophy, Harald Johannessen. The Duality of Wittgenstein's Phenomenological Actuality, Elisabeth Rigal. Comment on Rigal's Paper, Richard Raatzsch. The Failure of Wittgensteinian Therapy and the Philosophical Law of Truth, Jacques Poulain. Comment on Poulain's Paper, Audun Øfsti. Words and Objects, Jakob Meløe. Multidimensional Texts in a One-dimensional Medium, Claus Huitfeldt. Comment on Huitfeldt's Paper, Bjørn Kvalsvik. Form in Language: Wittgenstein and Structuralism, Arild Utaker. Comment on Utaker's Paper, Elisabeth Rigal. Wittgenstein's Later Manuscripts: Some Remarks on Style and Writing, Alois Pichler. English. 251 pages. ISBN 82-91071-04-7. Out of print.

No 6, 1993. Peter Philipp and Richard Raatzsch: Essays on Wittgenstein. [pdf] Preface. Abbreviations. Philosophical Investigations 2: Wittgenstein's Remarks on a Complete Language, Richard Raatzsch. Philosophical Investigations 65ff: On Family Resemblance, Richard Raatzsch. Philosophical Investigations 206: The Common Behaviour of Mankind, Richard Raatzsch. Philosophical Investigations 293: Privat versus Public Beetles, Peter Philipp. Philosophical Investigations 244: «Physiognomic language-games?», Richard Raatzsch. How not to speak on Wittgenstein and Social Science, Richard Raatzsch. The Philosophical Background of some Tendencies in Epistemic Logic, Peter Philipp. English. 178 pages. ISBN 82-91071-05-5.

No 8, 1994. Alois Pichler: Untersuchungen zu Wittgensteins Nachlass. [pdf] This monograph consists of a general introduction to Wittgenstein's Nachlaß, describes its structures, and in the light of this, points to problems with which the Nachlaß confronts the research scholar. (Part 1). This is followed by specific research about aspects of the Nachlaß and Wittgenstein's method of working: the production of notebooks, fair copies, typescripts and typescript cuttings; the marking of text with revision signs; the use of indentation; the use of alternatives. Particular attention is paid here to the genesis of manuscripts and typescripts from 1929-1933. (Part 2). Appendices include empirical evidence for the theses put forward in Part 2 and a chronologically ordered synopsis of the Nachlaß which lists the date, the location of origin and where applicable the place of publication of all Nachlaß items. The monograph concludes with a bibliography of Wittgenstein's works. This is a revision of the bibliography published in the Working Papers no. 7, by Michael Biggs and Alois Pichler. German. 241 pages. ISBN 82-91071-07-1. Price: NOK 100 (+ porto).

Ludwig Wittgenstein, Tagebücher 1914-1916

Kierkegaard und Wittgenstein - Über das Ethische. Von Uta Eichler, Halle (Saale), Germany

"Wittgensteins Denken in Architektur verbindet sich mit seiner aussergewöhnlichen Selbstsicherheit und Besessenheit im Prozess des Form-Findens, der material-formalen Durchführung und Gestaltung zu jenem geistig-sinnlichen Ereignis, dem man sich in diesem Bau nicht entziehen kann." — Bernhard Leitner, Das Haus in Bewegung (The Wittgenstein House by Bernhard Leitner)

FAZ-Rezension, 28. April 2001: Untergang der Architektur Was wäre Ludwig Wittgenstein, der an diesem Sonntag vor fünfzig Jahren gestorben ist, wenn von ihm nur existieren würde, was er zu Lebzeiten veröffentlichte? Er wäre der Verfasser eines revolutionären schmalen Traktats der philosophischen Logik, des "Tractatus logico-philosophicus", und eines Spätwerks, der "Philosophischen Untersuchungen", die im Jahre seines Todes erschienen und seine frühe Schrift radikal revidierten. Mit ein paar Aufsätzen, die er in Zeitschriften publizierte, war dies alles, was seinen ungeheuren philosophischen Einfluß begründete. Die vielbändigen Gesamtausgaben, die inzwischen aus dem Nachlaß veröffentlicht wurden, haben das breite Flußbett seines Ruhms nur aufgefüllt, nicht verändert.

"Mörtel abkratzen ist viel leichter, als einen Stein zu bewegen. Nun, man muss das Erste tun, bis man einmal das Andre tun kann." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1940

"...die Philosophie als Verwalterin der Grammatik, kann tatsächlich das Wesen der Welt erfassen, nur nicht in Sätzen der Sprache, sondern in Regeln für diese Sprache..." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen, Frankfurt 1984, S. 85

"Aber, wenn so der allgemeine Begriff der Sprache, sozusagen, zerfliesst, zerfliesst da nicht auch die Philosophie? Nein, denn die Aufgabe der Philosophie ist nicht, eine neue, ideale Sprache zu schaffen, sondern den Sprechgebrauch unserer Sprache - der bestehenden - zu klären. Ihr Zweck ist es, besondere Missverständnisse zu beseitigen; nicht, etwa, ein eigentliches Verständnis erst zu schaffen." — Ludwig Wittgensten, Philosophische Grammatik, S. 115

Thomas Bernhard, Wittgensteins Neffe :: :: :: Als Wittgensteins Neffe ist der in Wien geborene und verstorbene Exzentriker Paul Wittgenstein (1907–1979), nicht zu verwechseln mit dem Pianisten gleichen Namens, in die Literatur eingegangen. Der Neffe des Philosophen Ludwig Wittgenstein und des erwähnten Pianisten Paul Wittgenstein absolvierte das Wiener Nobelinternat Theresianum und begann ein Studium der Mathematik, doch machte sich schon in jungen Jahren eine manisch-depressive Erkrankung bemerkbar, die ihn an einer normalen Berufskarriere hinderte. Die Wiener Städtische Allgemeine Versicherung ermöglichte dem verarmten Original zuletzt eine bescheidene Existenz als Aktenträger. Die eindrucksvolle Erscheinung und das rhetorische Talent des "Genies ohne Resultate" (so der Schriftsteller Camillo Schaefer) ließen Paul Wittgenstein aber zum Faszinosum für andere werden. Ein legendäres Feature des österreichischen Radiosenders Ö1 ist ihm gewidmet (und enthält neben Erinnerungen von Freunden wie von Thaddäus Podgorski auch längere Passagen im Originalton des Exzentrikers). Nach Wittgensteins Tod publizierte der Verlag Freibord 1980 eine von Camillo Schaefer herausgegebene "Hommage Paul Wittgenstein" und Schaefer verarbeitete seine Erinnerungen später auch im Werk "Wittgensteins Größenwahn" (1986). Das berühmteste Paul Wittgenstein gewidmete Buch ist aber zweifellos die 1982 erschienene Erzählung "Wittgensteins Neffe" von Thomas Bernhard, in der Bernhard sich mit den zwölf letzten Lebensjahren Paul Wittgensteins befasst und über psychische und körperliche Krankheit reflektiert. Quelle: wikipedia.org

"Wozu denkt der Mensch? Wozu ist es nütze? Warum berechnet er die Wandstärke eines Dampfkessels und lässt nicht den Zufall, oder die Laune, sie bestimmen? Es ist doch bloss Erfahrungstatsache, dass Kessel, die berechnet wurden, nicht so oft explodieren. Aber, wie er alles eher täte, als die Hand ins Feuer stecken, das ihn früher gebrannt hat, so wird er alles eher tun, als den Kessel nicht berechnen. Da uns nun Ursachen nicht interessieren, so können wir sagen: die Menschen denken tatsächlich; sie gehen z.B. auf diese Weise vor, wenn sie einen Dampfkessel bauen. - Kann nun ein so erzeugter Kessel nicht explodieren? Doch, gewiss!" — Ludwig Wittgensten, Philosophische Grammatik, S. 109

"Wenn ich sage, etwas ist 3 Fuss lang, so setzt das voraus, dass mir die Fusslänge irgendwie gegeben ist. Sie ist tatsächlich durch eine Beschreibung gegeben. Dort und dort liegt ein Stab, dessen Länge ist 1 Fuss. Das 'dort und dort' beschreibt indirekt eine Methode, um an den Ort zu gelangen; tut es das nicht, so ist die Ortsangabe sinnlos. Die Ortsangabe 'London' hat nur Sinn, wenn es möglich ist, London zu suchen." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Was zum Wesen der Welt gehört, kann die Sprache nicht ausdrücken. Daher kann sie nicht sagen, dass alles fliesst. Nur was wir uns auch anders vorstellen könnten, kann die Sprache sagen.

Das alles fliesst, muss in der Anwendung der Sprache ausgedrückt sein, und zwar nicht in einer Anwendungsart, im Gegensatz zu einer anderen, sondern in der Anwendung. In dem, was wir überhaupt die Anwendung der Sprache nennen.

Unter Anwendung verstehe ich das, was die Lautverbindungen oder Striche überhaupt zu einer Sprache macht. In dem Sinn, in dem es die Anwendung ist, die den Stab mit Strichen zu einem Massstab macht. Das Anlegen der Sprache an die Wirklichkeit." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen


"Es ist falsch zu sagen, dass wir in der Philosophie eine Idealsprache im Gegensatz zu unserer gewöhnlichen Sprache betrachten. Denn das erweckt den Anschein, dass wir denken, wir könnten die gewöhnliche Sprache verbessern. Aber die gewöhnliche Sprache ist völlig in Ordnung. Wenn wir 'Idealsprachen' konstruieren, dann nicht, um die gewöhnliche Sprache durch sie zu ersetzen; unser Zweck ist vielmehr, jemandes Verlegenheit zu beseitigen, die dadurch entstand, dass er dachte, er habe den genauen Gebrauch eines gewöhnlichen Wortes begriffen. Auch aus diesem Grunde zählen wir mit unserer Methode nicht nur bestehende Wortgebäude auf, sondern erfinden bewusst neue, - davon einige gerade weil sie absurd erscheinen." — Ludwig Wittgenstein, Das Blaue Buch, S. 52

"Wer in ein fremdes Land kommt, wird manchmal die Sprache der Einheimischen durch hinweisende Erklährungen lernen, die sie ihm geben; und er wird die Deutung dieser Erklährungen oft raten müssen und manchmal richtig, manchmal falsch raten. Und nun können wir, glaube ich, sagen: Augustinus beschreibe das Lernen der menschlichen Sprache so. als käme das Kind in ein fremdes Land und verstehe die Sprache des Landes nicht; das heisst: so als habe es bereits eine Sprache, nur nicht diese. Oder auch: als könne das Kind schon denken, nur noch nicht sprechen. Und 'denken' heisst hier etwas, wie: zu sich selber reden." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (32.)

"Im Rennen der Philosophie gewinnt, wer am langsamsten laufen kann. Oder: der, der das Ziel zuletzt erreicht." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1938

"Ich will sagen: Einer Frage entspricht unmittelbar eine Methode des Findens. Oder man könnte sagen: Eine Frage bezeichnet eine Methode des Suchens. Suchen kann man nur in einem Raum. Denn nur im Raum hat man eine Beziehung zum Dort, wo man nicht ist." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Es spricht für die Qualität dieses Bauwerkes und begründet erst dessen baukünstlerische Wirkung, dass Wittgenstein wohl in sich ausgewogene, in sich ruhende Räume und Details schuf, diese aber nicht bausteinmässig zu einem räumlichen Aneinander zusammenfügte, sondern alles aufeinander bezog, miteinander, gegeneinander, untereinander verschweisste - geometrisch, geistig." — Bernhard Leitner, Das Haus in Bewegung

"Denk an die Werkzeuge in einem Werkzeugkasten: es ist da ein Hammer, eine Zange, eine Säge, ein Schraubenzieher, ein Massstab, ein Leimtopf, Leim, Nägel und Schrauben. - So verschieden die Funktionen dieser Gegenstände, so verschieden sind die Funktionen der Wörter. (Und es gibt Ähnlichkeiten hier und dort.) Freilich, was uns verwirrt ist die Gleichförmigkeit ihrer Erscheinung, wenn die Wörter uns gesprochen, oder in der Schrift und im Druck entgegentreten. Denn ihre Verwendung steht nicht so deutlich vor uns. Besonders nicht, wenn wir philosophieren!" — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (11.)

"Man ist in der Philosophie immer in der Gefahr, eine Mythologie des Symbolismus zu geben, oder der Psychologie. Statt einfach zu sagen, was jeder weiss und zugeben muss. Wie wäre es, wenn einer Schach spielen und wenn er matt gesetzt wäre, sagte 'siehst du, ich habe gewonnen, denn das Ziel wollte ich erreichen'? Wir würden sagen, dieser Mensch wollte eben nicht Schach spielen, sondern ein anderes Spiel, während Russell sagen müsste, der hat im Schach gewonnen, der mit den Figuren spielt und mit dem Ausgang zufrieden ist." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Die Philosophen, die glauben, dass man im Denken die Erfahrung gleichsam ausdehnen kann, sollten daran denken, dass man durchs Telefon die Rede, aber nicht die Masern übertragen kann. Ich kann auch nicht die Zeit als begrenzt empfinden, wenn ich will, oder das Gesichtsfeld als homogen, etc." Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Wenn die Philosophen ein Wort gebrauchen - 'Wissen', 'Sein', 'Gegenstand', 'Ich', 'Satz', 'Name' - und das Wesen des Dings zu erfassen trachten, muss man sich immer fragen: Wird denn dieses Wort in der Sprache, in der es seine Heimat hat, je tatsächlich so gebraucht? - Wir führen die Wörter von ihrer metaphysischen, wieder auf ihre alltägliche Verwendung zurück." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (116.)

"Beschreib das Aroma des Kaffees! - Warum geht es nicht? Fehlen uns die Worte? Und wofür fehlen sie uns? - Woher aber der Gedanke, es müsse doch so eine Beschreibung möglich sein? Ist dir so eine Beschreibung je abgegangen? Hast du versucht, das Aroma zu beschreiben, und es ist nicht gelungen? (Ich möchte sagen: 'Diese Töne sagen etwas Herrliches, aber ich weiss nicht was.' Diese Töne sind eine starke Geste, aber ich kann ihr nichts Erklährendes an die Seite stellen. Ein tief ernstes Kopfnicken. James: 'Es fehlen uns die Worte'. Warum führen wir sie denn nicht ein? Was müsste der Fall sein, damit wir es könnten?)" — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen (610)

"Aus der frühen Kultur wird ein Trümmerhaufen und am Schluss ein Aschenhaufen werden, aber es werden Geister über der Asche schweben." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen

"Die ungeheure Eitelkeit der Wünsche zeigt sich dadurch, dass ich z.B. den Wunsch habe, ein schönes Schreibebuch sobald wie möglich vollzuschreiben. Ich habe nichts davon; ich wünsche es nicht etwa, weil es nur meine Produktivität anzeigt; es ist bloss das Verlangen, etwas schon Gewohntes recht bald los zu werden; obwohl ich ja, sobald ich es los geworden bin, ein neues anfangen werde und sich dasselbe wiederholen muss." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1939-40

"Warum ist die Philosophie so kompliziert? Sie sollte doch ganz einfach sein. - Die Philosophie löst die Knoten in unserem Denken auf, die wir unsinnigerweise hineingemacht haben; dazu muss sie aber ebenso komplizierte Bewegungen machen, wie diese Knoten sind. Obwohl also das Resultat der Philosophie einfach ist, kann es nicht ihre Methode sein, dazu zu gelangen. Die Komplexität der Philosophie ist nicht die ihrer Materie, sondern, die unseres verknoteten Verstandes." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Die Philosophen sind oft wie kleine Kinder, die zuerst mit ihrem Bleistift beliebige Striche auf ein Papier kritzeln und dann den Erwachsenen fragen 'was ist das?' - Das ging so zu: Der Erwachsene hatte dem Kind öfters etwas vorgezeichnet und gesagt: 'das ist ein Mann', 'das ist ein Haus', usw. Und nun macht das Kind auch Striche und fragt: was ist nun das?" — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1931

"Die Lösung des Problems, das Du im Leben siehst, ist eine Art zu leben, die das Problemhafte zum Verschwinden bringt. Dass das Leben problematisch ist, heisst, dass Dein Leben nicht in die Form des Lebens passt. Du musst dann Dein Leben verändern, und passt es in die Form, dann verschwindet das Problematische. Aber haben wir nicht das Gefühl, dass der, welcher nicht darin ein Problem sieht, für etwas Wichtiges, ja das Wichtigste, blind ist? Möchte ich nicht sagen, der lebe so dahin - eben blind, gleichsam wie ein Maulwurf, und wenn er bloss sehen könnte, so sähe er das Problem? Oder soll ich nicht sagen: dass, wer richtig lebt, das Problem nicht als Traurigkeit, also doch nicht problematisch, empfindet, sondern vielmehr als eine Freude; also gleichsam als einen lichten Äther um sein Leben, nicht als einen fraglichen Hintergrund." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, 1937

"Alles ist von einer äussersten Präzision und Selbst-Verständlichkeit. Die spezifische Schönheit, welche Wittgensteins Bau innewohnt, manifestiert sich auch in einem Türgriff, in dessen Selbst-Verständlichkeit und greifbarer Einfachheit, die nicht einfach zu begreifen ist." — Bernhard Leitner, Das Haus in Bewegung ... LINK: Otl Aicher, Wittgensteins Griff. - WITTGENSTEIN STUDIES (1995)

"Eine Kirchentonart verstehen, heisst nicht, sich an die Tonfolge gewöhnen, in dem Sinne, in dem ich mich an einen Geruch gewöhnen kann und ihn nach einiger Zeit nicht mehr unangenehm empfinde. Sondern es heisst, etwas Neues hören, was ich früher noch nicht gehört habe, etwas in der Art - ja ganz analog -, wie es währe, 10 Striche ||||||||||, die ich früher nur als 2 mal fünf Striche habe sehen können, plötzlich als ein charakteristisches Ganzes sehen zu können. Oder die Zeichnung eines Würfels, die ich nur als flaches Ornament habe sehen können, auf einmal räumlich zu sehen." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen

"Die Gefahr, die darin liegt, Dinge einfacher sehen zu wollen, als sie in Wirklichkeit sind, wird heute oft überschätzt. Diese Gefahr besteht aber tatsächlich im höchsten Grade in der phänomenologischen Untersuchung der Sinneseindrücke. Diese werden immer für viel einfacher gehalten, als sie sind.

Wenn ich die Regelmässigkeit einer Figur sehe, die ich früher nicht bemerkt habe, so sehe ich jetzt eine andere Figur. So kann ich |||||| als Spezialfall von || || || oder von ||| ||| oder von | |||| | sehen etc. Das zeigt bloss, dass das, was wir sehen, nicht so einfach ist, wie es scheint." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Bemerkungen


"Jeder Künstler ist von Anderen beeinflusst worden und zeigt die Spuren dieser Beeinflussung in seinen Werken; aber was er uns bedeutet, ist doch nur seine Persoenlichkeit. Was vom Anderen stammt, können nur Eierschalen sein. Dass sie da sind, mögen wir mit Nachsicht behandeln, aber unsere geistige Nahrung werden sie nicht sein." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, circa 1932-34

"Man möchte sagen: Der vorgestellte Klang sei in einem anderen Raum als der gehörte. (Frage: Warum?) Das Gesehene in einem anderen Raum, als das Vorgestellte. Hören ist mit Hinhorchen verbunden; einen Klang sich vorstellen, nicht. Darum ist der gehörte Klang in einem anderen Raum als der vorgestellte." — Ludwig Wittgenstein, Zettel

Wittgenstein and Haydn on Understanding Music. By Yael Kaduri

"When philosophers use a word - 'knowledge', 'being', 'object', 'I', 'proposition', 'name' - and try to grasp the essence of the thing, one must always ask oneself: is the word ever actually used in this way in the language-game which is its original home? - What we do is to bring words back from their metaphysical to their everyday use." — Ludwig Wittgenstein, 1953

"The terms in which the world is understood are social artifacts [constructions], products of historically situated interchanges among people... the result of an active, cooperative enterprise of persons in relationship." — Ludwig Wittgenstein

"Philosophy is a battle against the bewitchment of our intelligence by means of language..." — Ludwig Wittgenstein

"Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache." — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen

"Wir sehen im philosophischen Denken Probleme, an Stellen wo keine sind. Und die Philosophie soll zeigen, dass dort kein Problem ist." — Ludwig Wittgensten, Philosophische Grammatik, S. 47

"Das Wort 'Sprachspiel' soll hier hervorheben, dass das Sprechen der Sprache ein Teil ist einer Tätigkeit, oder einer Lebensform." (The term 'language-game' is meant to bring into prominence the fact that the speaking of language is part of an activity, or a form of life.) — Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, Nr. 23, 1953

"Death is not an event in life: we do not live to experience death. If we take eternity to mean not infinite temporal duration but timelessness, then eternal life belongs to those who live in the present. Our life has no end in just the way in which our visual field has no limits." — Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus, 6.4311

"Not only is there no guarantee of the temporal immortality of the human soul, that is to say of its eternal survival after death; but, in any case, this assumption completely fails to accomplish the purpose for which it has always been intended. Or is some riddle solved by my surviving for ever? Is not this eternal life itself as much of a riddle as our present life? The solution of the riddle of life in space and time lies outside space and time. (It is certainly not the solution of any problems of natural science that is required.)" — Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus, 6.4312

"How things are in the world is a matter of complete indifference for what is higher. God does not reveal himself in the world." — Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus, 6.432

"(...) Denn um dem Denken eine Grenze zu ziehen, müssen wir beide Seiten dieser Grenze denken (wir müssen also denken können, was sich nicht denken lässt)." — Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus, Vorwort

"Das Kunstwerk ist der Gegenstand sub specie aeternitatis gesehen; und das gute Leben ist die Welt sub specie aeternitatis gesehen. Dies ist der Zusammenhang zwischen Kunst und Ethik.

Die gewöhnliche Betrachtungsweise sieht die Gegenstände gleichsam aus ihrer Mitte, die Betrachtung sub specie aeternitatis von ausserhalb.

So dass sie die ganze Welt als Hintergrund haben.

Ist es etwa das, dass sie den Gegenstand mit Raum und Zeit sieht statt in Raum und Zeit?

Jedes Ding bedingt die ganze logische Welt, sozusagen den ganzen logischen Raum.

(Es drängt sich der Gedanke auf): Das Ding sub specie aeternitatis gesehen ist das Ding mit dem ganzen logischen Raum gesehen."

— Ludwig Wittgenstein, Tagebücher 1914-1916, Eintrag 7.10.16

 

"Wenn der Selbstmord erlaubt ist, dann ist alles erlaubt.

Wenn etwas nicht erlaubt ist, dann ist der Selbstmord nicht erlaubt.

Dies wirft ein Licht auf das Wesen der Ethik. Denn der Selbstmord ist sozusagen die elementare Sünde.

Und wenn man ihn untersucht, so ist es, wie wenn man den Quecksilberdampf untersucht, um das Wesen der Dämpfe zu erfassen.

Oder ist nicht auch der Selbstmord an sich weder gut noch böse!"

— Ludwig Wittgenstein, Tagebücher 1914-1916, Eintrag 10.01.17

 

"In der Kunst ist es schwer etwas zu sagen, was so gut ist wie: nichts zu sagen." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, S. 481

"Man muss manchmal einen Ausdruck aus der Sprache herausziehen, ihn zum Reinigen geben, - und kann ihn dann wieder in den Verkehr einführen." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, S. 504 (1940)

"Unsere grössten Dummheiten können sehr weise sein." — Ludwig Wittgenstein, Vermischte Bemerkungen, S. 505 (1941)

"Many problems arise through false simplications, as when we believe that beauty is contained in a beautiful thing as alcohol is contained in a bottle..." — Ludwig Wittgenstein, Blue and Brown Book, p. 144


Weitere Online Texte

Matthias Kroß, Philosophieren in Beispielen. Wittgensteins Umdenken des Allgemeinen

Rüdiger Zill, Der Vertrakt des Zeichners. Wittgensteins Denken im Kontext der Metapherntheorie

Eike von Savigny, Bedeutung, Sprachspiel, Lebensform. 1995, Wittgenstein Studien 2(2).

Eike von Savigny, "Ich möchte nicht mit meiner Schrift Ändern das Denken." 1997, Wittgenstein Studien 4(2).

Gerhard Gelbmann, Recollection of References. Wittgenstein on the Language-Game of Remembering.

Djavid Salehi, Ludwig Wittgenstein als Schüler in Linz.

Djavid Salehi, "Ludwig Wittgenstein und die Nachwelt".

Thomas Rentsch, Die Negativität der Sprache. Bemerkungen zu Adorno und Wittgenstein.

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Wittgenstein's Works

The Blue and Brown Books (BB), 1958, Oxford: Blackwell.
Culture and Value, 1980, G.H. von Wright (ed.), P. Winch (trans.), Oxford: Blackwell.
Last Writings on the Philosophy of Psychology, vol. 1, 1982, vol. 2, 1992, G.H. von Wright and H. Nyman (eds.), trans. C.G. Luckhardt and M.A.E. Aue (trans.), Oxford: Blackwell.
"A Lecture on Ethics", 1965, The Philosophical Review 74: 3-12.
Lectures and Conversations on Aesthetics, Psychology and Religious Belief, 1966, C. Barrett (ed.), Oxford: Blackwell.
Letters to C.K. Ogden with Comments on the English Translation of the Tractatus Logico-Philosophicus, 1973, G.H. von Wright (ed.), Oxford: Blackwell.
Letters to Russell, Keynes and Moore, 1974, G.H. von Wright and B.F. McGuinness (eds.), Oxford: Blackwell.
Ludwig Wittgenstein and the Vienna Circle: Conversations Recorded by Friedrich Waismann, 1979, B.F. McGuinness (ed.), Oxford: Blackwell.
Notebooks 1914-1916, 1961, G.H. von Wright and G.E.M. Anscombe (eds.), Oxford: Blackwell.
On Certainty, 1969, G.E.M. Anscombe and G.H. von Wright (eds.), G.E.M. Anscombe and D. Paul (trans.), Oxford: Blackwell.
Philosophical Grammar, 1974, R. Rhees (ed.), A. Kenny (trans.), Oxford: Blackwell.
Philosophical Investigations (PI), 1953, G.E.M. Anscombe and R. Rhees (eds.), G.E.M. Anscombe (trans.), Oxford: Blackwell.
Philosophical Occasions, 1993, J. Klagge and A. Nordmann (eds.), Indianapolis: Hackett.
Philosophical Remarks, 1964, R. Rhees (ed.), R. Hargreaves and R. White (trans.), Oxford: Blackwell.
ProtoTractatus — An Early Version of Tractatus Logico- Philosophicus, 1971, B.F. McGuinness, T. Nyberg, G.H. von Wright (eds.), D.F. Pears and B.F. McGuinness (trans.), Ithaca: Cornell University Press, 1971).
Remarks on Colour, 1977, G.E.M. Anscombe (ed.), L. McAlister and M. Schaettle (trans.), Oxford: Blackwell.
"Remarks on Frazer's Golden Bough", 1967, R. Rhees (ed.), Synthese 17: 233-253.
Remarks on the Foundations of Mathematics, 1956, G.H. von Wright, R. Rhees and G.E.M. Anscombe (eds.), G.E.M. Anscombe (trans.), Oxford: Blackwell, revised edition 1978.
Remarks on the Philosophy of Psychology, 1980, vol. 1, G.E.M. Anscombe and G.H. von Wright (eds.), G.E.M. Anscombe (trans.), vol. 2, G.H. von Wright and H. Nyman (eds.), C.G. Luckhardt and M.A.E. Aue (trans.), Oxford: Blackwell.
Tractatus Logico-Philosophicus (TLP), 1922, C.K. Ogden (trans.), London: Routledge & Kegan Paul. Originally published as "Logisch-Philosophische Abhandlung", in Annalen der Naturphilosophische Vol. XIV, 3/4, 1921.
Tractatus Logico-Philosophicus, 1961, D.F. Pears and B.F. McGuinness (trans.), New York: Humanities Press.
Wittgenstein: Conversations, 1949-1951, 1986, O.K. Bouwsma; J.L. Kraft and R.H. Hustwit (eds.), Indianapolis: Hackett.
Wittgenstein's Lectures, Cambridge 1930-1932, 1980, D. Lee (ed.), Oxford: Blackwell.
Wittgenstein's Lectures, Cambridge 1932-1935, 1979, A. Ambrose (ed.), Oxford: Blackwell.
Wittgenstein's Lectures on the Foundations of Mathematics, 1976, C. Diamond (ed.), Ithaca: Cornell University Press.
Wittgenstein's Lectures on Philosophical Psychology 1946- 47, 1988, P.T. Geach (ed.), London: Harvester.
Zettel, 1967, G.E.M. Anscombe and G.H. von Wright (eds.), G.E.M. Anscombe (trans.), Oxford: Blackwell.

The Collected Manuscripts of Ludwig Wittgenstein on Facsimile CD Rom, 1997, The Wittgenstein Archives at the University of Bergen (ed.), Oxford: Oxford University Press.
Secondary Sources: Biographies and Historical Background
Hacker, P.M.S., 1996, Wittgenstein's Place in Twentieth-century Analytic Philosophy, Oxford: Blackwell.
Janik, Allan, and Stephen Toulmin, 1973, Wittgenstein's Vienna, New York: Simon and Schuster.
Malcolm, N., 1958, Ludwig Wittgenstein: A Memoir, Oxford: Oxford University Press.
McGuinness, B., 1988, Wittgenstein, a Life: Young Wittgenstein (1889-1929), Pelican.
Monk, Ray, 1990, Ludwig Wittgenstein: The Duty of Genius, New York: Macmillan.

Collections of Essays
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Resources

John Cage
Joseph Beuys
Pierre Boulez
Luc Ferrari
Egberto Gismonti
Charles Edward Ives: Central Park in the Dark
Gyorgy Ligeti
Olivier Messiaen
Steve Reich
Ad Reinhardt
Terry Riley
Jean-Claude Risset
David Tudor
Ludwig Wittgenstein

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